Frankfurt Dresden Dance Company - Jacopo Godani

Frankfurt Dresden Dance Company ::10 ODD EMOTIONS

Wie lassen sich die Gewaltformen des Antisemitismus, des Rassismus und der Kolonialisierung als miteinander verknüpfte und historisch voneinander abhängige Phänomene verstehen, ohne dabei in Relativierungen zu verfallen? Wie sprechen wir über Erinnerung und historische Verantwortung, und wie über die teils widerstreitenden, »sonderbaren« Emotionen, die beide hervorrufen? Wie entsteht der „fremde Körper“, das Ausgestoßene, Unterdrückte, aus der Mitte eines vermeintlichen Wir?

In dieser einzigartigen Zusammenarbeit zwischen dem Schauspiel Frankfurt und der Dresden Frankfurt Dance Company treten Schauspieler*innen aus dem Ensemble zusammen mit Tänzer*innen und freien Performer*innen auf die Bühne. Die israelische Choreografin Saar Magal entwickelt auf der Grundlage gemeinsamer Recherchen und Improvisationen ein Stück des zeitgenössischen Physical Theatre, das sich mit der Gegenwart und Genealogie von antisemitischer und rassistischer Gewalt in Deutschland auseinandersetzt und dabei Sprache, Musik, Körper und Bilder zum Tanzen bringt.

Saar Magal lebt als Choreografin zwischen Berlin, Tel Aviv und Florida. Sie erschafft Tanz-, Theater- und Opern-Performances und arbeitet dabei mit Tänzer*innen, Schauspieler*innen, Sänger*innen, Forscher*innen, bildendenden Künstler*innen und Musiker*innen. Mit Hacking Wagner an der Bayerischen Staatsoper dekonstruierte sie 2012 eine deutschnationale Genie-Erzählung.

In Koproduktion mit dem Schauspiel Frankfurt 

Gefördert von der Kulturstiftung des Bundes

       

10 ODD EMOTIONS

Von Saar Magal 

Regie und Choreografie Saar Magal
Bühnenbildentwurf Eva Veronica Born
Bühne Magdalena Gut
Kostüme Slavna Martinović
Musik Omer Klein, Silvan Strauss
Videodesign Natan Berkowicz
Dramaturgie Alexander Leiffheidt

In Koproduktion mit dem Schauspiel Frankfurt 

Gefördert von der Kulturstiftung des Bundes