Frankfurt Dresden Dance Company - Jacopo Godani

Frankfurt Dresden Dance Company ::One Flat Thing, reproduced / LUX TENEBRIS

ONE FLAT THING, reproduced

Choreografie William Forsythe
Musik Thom Willems
Bühne und Lichtdesign William Forsythe
Kostümdesign Stephen Galloway
Einstudierung Cyril Baldy, Francesca Caroti
Länge 16 Min.  

One Flat Thing, reproduced beginnt mit einem Brüllen. Kantigen Eisschollen gleich fliegen zwanzig Tische nach vorne und werden Oberfläche, Untergrund und Himmel für einen wilden Schwarm von Tänzern. Eine Meute von Körpern tobt voller Eifer, peitscht messerscharf in gefährlichen Verflechtungen, mit rasender Intelligenz. Thom Willems Musik beginnt leise und schwillt langsam an zu einem Orkan, der die Tänzer zum Ende hin schleudert, ihre Körper heulen in einem unersättlichen, detailgenauen Gewitter.

Die zehnjährige Zugehörigkeit zum Ballett Frankfurt unter der Leitung von William Forsythe war für Jacopo Godani die beste Erfahrung, die man sich damals als Tänzer und Choreograf wünschen konnte. One Flat Thing, reproduced bietet den Tänzerinnen und Tänzern der Dresden Frankfurt Dance Company die große Möglichkeit, William Forsythes Universum zu erkunden.

Studierende der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main und der Palucca Hochschule für Tanz Dresden werden im Zuge dieses Programms an One Flat Thing, reproduced beteiligt sein - indem sie am täglichen Training, an den Proben und Aufführungen der Company teilnehmen. Die Dresden Frankfurt Dance Company möchte ihre professionellen Erfahrungen teilen und dadurch das Wachstum, die Aufmerksamkeit und die künstlerische Verantwortung zukünftiger Tänzergenerationen fördern.

In Kooperation mit der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main und der Palucca Hochschule für Tanz Dresden 


LUX TENEBRIS

Choreografie Rafael Bonachela
Musik Nick Wales
Bühne und Lichtdesign Benjamin Cisterne
Kostümdesign Aleisa Jelbart
Choreografische Assistenz Sandrine Cassini
Länge 40 Min.

Als Tänzer und freie Choreografen bewundern Rafael Bonachela und Jacopo Godani schon lange die Arbeit des anderen. Die beiden kannten sich bereits flüchtig, als Bonachela in London Tanz studierte und in diesem Rahmen vorübergehend zum Ballett Frankfurt unter der künstlerischen Leitung von William Forsythe stieß. Damals gehörte Godani zu den wichtigsten Tänzern der Kompanie. In den darauffolgenden Jahrzehnten kreuzten sich ihre Wege durch Tanz- und soziale Netzwerke, 2010 lud Bonachela Godani ein, eine Arbeit für die Sydney Dance Company zu kreieren.

“Licht in der Dunkelheit. Ausgangspunkt dieser Arbeit war die Auseinandersetzung damit, wie die Musik klingen sollte. Ich habe mit Nick Wales beim Komponieren zusammengearbeitet, habe an diesem Prozess mitgewirkt, um ihn emotional zu erfassen. Ich wollte Kontrast und viszerale Kanten. Ich war am Ungewohnten und Industriellen interessiert. Ich wollte eine instinktive Verbindung zwischen den Menschen evozieren und die Spannung hervorbringen, die aus diesen Interaktionen entsteht: Menschen kommen miteinander in Berührung, bewegen sich in den Fokus und das Licht und wieder heraus, manchmal direkt geblendet oder seitlich in den Rand des Schattens schauend.

Der Einfluss von Licht und Dunkelheit auf unsere Stimmungen, unsere Erinnerungen an bestimmte Zeiträume in unserem Leben - das körperliche Gefühl von Licht und Dunkelheit, überlagert mit den emotionalen Verbindungen zu diesen gegensätzlichen Welten - waren treibende Kräfte in der Arbeit. Meine Kollegen haben zum Ergebnis enorm viel beigetragen. Ben Cisternes Design löst eigene Evokationen aus. Intime Räume werden vom größeren Ganzen abgegrenzt oder durch Schattenränder zusammen gehalten, die durch die Glühbirnen erzeugt werden. Ich war besonders an den Übergängen der Zwischenräume an diesen Rändern interessiert, dem Übergang zwischen dem pechschwarzen und dem gebündelten Licht.

Die Tänzer sind stets meine treuen Mitarbeiter. Bevor irgendeine Bewegung ins Spiel kam, lud ich sie ein, sich kreativ auf die Partitur einzulassen, auf welche Weise auch immer sie wollten. Einige reagierten mit Zeichnungen, andere mit Poesie, wieder andere mit Prosa. Diese anfänglichen Reaktionen wurden Teil des Prozesses und der Schöpfung. Die Tänzer bringen etwas Persönliches von sich ein. Sie bringen ihre Erfahrungen in das Studio, das Vertrauen, das wir als Ensemble haben, erzeugt seine eigene Authentizität und Offenheit. Dafür bin ich sehr dankbar.” (Rafael Bonachela)

Lux Tenebris ist eine Koproduktion der Dresden Frankfurt Dance Company mit der Sydney Dance Company, unterstützt durch die Nelson Meers Foundation und den Sydney Dance Company Commissioning Fund. 


COSMIC BIRDS

Die ätherische, aus einer faszinierenden Auswahl von Objekten kreierte Installation des japanischen Künstlers Shun Ito meditiert über jene unsichtbaren Regeln, die das Universum bestimmen. In Cosmic Birds vermischen sich Elemente aus Tanz, Wissenschaft und Bildender Kunst in Form performativer, kinetischer Installationen.
Ito macht die Schwerkraft zum Hauptthema seiner tanzenden Skulpturen, sodass sich die Wirkung dieser Kraft in ihrer faszinierenden Schönheit zeigt. Dem Gedanken des Künstlers entsprechend macht diese Reihe roboterhafter Assemblagen sichtbar, wie einflussreich die Gravitation auf die Entstehung komplexer, in der Natur vorkommender Phänomene ist.

One Flat Thing, reproduced

Derlei sucht im Tanz nach wie vor seinesgleichen.
Frankfurter Rundschau

Hier wird ausgereizt was in der tanzenden Ekstase möglich ist.
Musik in Dresden

Tänzerische Perfektion schafft da eigene Welten – und schreitet bei der jungen Company rasant voran.
Frankfurter Neue Presse

Lux Tenebris

Poetisch-schöne Pas de deux, präzis-rasante Ensembleszenen: Das ist ein makelloses, in sich perfekt abgerundetes Tanzstück.
Frankfurter Rundschau

Dieses Spiel um Werden und Vergehen bekommt besondere Kraft und Faszination durch die Präzision und individuelle Präsenz dieser wunderbaren Tänzerinnen und Tänzer.
Musik in Dresden

Das ist knackig und dynamisch, und man versteht, dass Jacopo Godani, der die Schraube der Virtuosität in seiner ersten Spielzeit (...) schon recht stark angezogen hatte, in Bonachela einen passenden Gastchoreographen gefunden hat.
Frankfurter Allgemeine Zeitung

Interview mit Jacopo Godani und Rafael Bonachela
swr2

Ballettabend

One Flat Thing, reproduced / Lux Tenebris

Choreografien von William Forsythe und Rafael Bonachela
mit dem Ensemble der Dresden Frankfurt Dance Company

One Flat Thing, reproduced

Choreografie William Forsythe

Europapremiere
Lux Tenebris

Choreografie Rafael Bonachela

Cosmic Birds
Kinetische Skulpturen von Shun Ito